Lied der Flüchtlinge

Wir ziehen auf endlosen Straßen
durch Tage und Nächte dahin
Von Gott und den Menschen verlassen
ganz ohne Ziel, ohne Sinn

Wir wandern auf endlosen Wegen
getrieben, verfolgt vom Geschick
Der trostlosen Zukunft entgegen
wann finden wir zurück

Nur ein Dach überm Kopf
und das tägliche Brot
und Arbeit für unsere Hände
dann kämpfen wir gern
gegen Unglück und Not
und zwingen das Schicksal zur Wende
Die Welt soll wieder schön
in Freiheit und Frieden erstehn

Wir haben zwar alles verloren
doch woll´n wir den Schmerz überstehn
Wir haben verzweifelt geschworen
Wir wollen nicht untergehn

Wir lassen die Hoffnung nicht sinken
wir glauben trotz Tränen und Leid
Dass uns bessere Tage winken
in einer neuen Zeit

Nur ein Dach überm Kopf
und das tägliche Brot
und Arbeit für unsere Hände
dann kämpfen wir gern
gegen Unglück und Not
und zwingen das Schicksal zur Wende
Die Welt soll wieder schön
in Freiheit und Frieden erstehn

Text: Hans Fritz Beckmann, Musik: Werner Eisbrenner Was braucht die Liebe, um zu gedeihen ? Sicher nicht, auf der Flucht zu sein

Hans Albers sang dieses Lied für Millionen deutscher Flüchtlinge in „Über uns der Himmel“, einem der ersten deutschen Filme nach der Befreiung vom Faschismus , gedreht in den Trümmern des während des Krieges völlig zerstörten Berlin. Arr. Felix Kroll nach dem Original-Orchestersatz von 1947.