CD „Die Schiffe nach Amerika“

Das 1. Album der Grenzgänger mit Liedern der deutschen Auswanderer nach Amerika. Eine Zeitreise, die den Bogen bis in unsere Zeit schlägt zu den Flüchtlingen nach Europa heute.

Preis der deutschen Schallplattenkritik – CD des Monats und Platz 1 der Liederbestenliste für „Ein neues Auswandererlied“

Almanya gemileri

Almanya gemileri, Almanya gemileri Bir ileri bir geri, bir ileri bir geri Kör olsun Alamanya, kör olsun Alamanya Agˇlattin gelineri, agˇlattin gelineri Almanya aci vatan, adama hiç gülmeyi Almanya aci vatan, adama hiç gülmeyi Nedendir bilemedim bazilari gelmeyi Nedendir bilemedim bazilari gelmeyi, bazilari gelmeyi Üçü kiz iki ogˇlan, kime birakip gittin Üçü kiz iki ogˇlan, kime birakip gittin Böyle güzel yuvayi, ates¸e yakip gittin Böyle güzel yuvayi, ates¸e yakip gittin ates¸e yakip gittin. Almanya’ya gitmis¸sin orada evlenmis¸sin Almanya’ya gitmis¸sin orada evlenmis¸sin Tam yedi sene oldu evine gelmemis¸sin Tam yedi sene oldu, evine gelmemis¸sin evine melmemis¸sin. Az çokpara yollarsin, bu para neye yarar mehr ...

Wer will mit uns nach Rußland ziehn

Wer will mit uns nach Rußland ziehn Soll sich machen fahrbereit Denn der Kaiser hat geschrieben Daß er Deutsche haben will Rußland ist eine schöne Gegend Rußland ist ein schöner Ort Grund und Boden auf uns wartet Freies Land wir finden dort. Kürbis’ wachsen auf den Feldern Sind so groß fast wie ein Haus Sät man Körner in die Erde Wachsen siebenfach sie draus. Laßt uns gleich auf Rußland ziehen Denn es ist schon hohe Zeit Weil es ist schon da der Frühling Und der Sommer nicht mehr weit. Angekommen an der Grenze Kriegt man Paß und Reisegeld Kriegt, am mehr ...

Der Emigrantenchoral

Werft eure Herzen über alle Grenzen und wo ein Blick euch grüßt, da werft die Anker aus Zählt auf der Wand’rung nicht nicht nach Monden, Wintern, Lenzen starb eine Welt, sollt ihr sie nicht bekränzen Schärft das euch ein und sagt, wir sind zu Haus · baut euch ein Nest · Vergeßt, vergeßt was man euch aberkannt · und euch gestohlen · kommt ihr von Isar, Spree und Waterkant · was gibt’s da heut’ zu holen? Die ganze Heimat und das bißchen Vaterland die trägt der Emigrant, die trägt der Emigrant von Mensch zu Mensch · von Ort zu Ort mehr ...

Der Kompromiß

Manche tanzen manchmal wohl ein Tänzchen immer um den heißen Brei herum, kleine Schweine mit dem Ringelschwänzchen, Bullen mit erschrecklichem Gebrumm. Freundlich schaun die Schwarzen und die Roten, die sich früher feindlich oft bedrohten. Jeder wartet, wer zuerst es wagt, bis der eine zu dem andern sagt: „Schließen wir nen kleinen Kompromiß! Davon hat man keine Kümmernis. Einerseits – und andrerseits -, so ein Ding hat manchen Reiz… Sein Erfolg in Deutschland ist gewiß: Schließen wir nen kleinen Kompromiß! Sein Erfolg in Deutschland ist gewiß: Schließen wir nen kleinen Kompromiß! Seit November klingt nun dies Gavottchen. Früher tanzte man die mehr ...

Emigrantenlied

In Paris, in Kopenhagen, Zürich, Prag scheint die Sonne und derselbe runde Mond Und wir gehen unsern ruhelosen Tag fremder als wir es gewohnt. Wir grüßen heiß das Meer von Hamburg, Bremen und den Strand von Swinemünde und Wollin Unsere Berge, Wälder, Täler, Höhen Kiefern, Heide, Müggelsee Funkturm von Berlin Wir haben nicht für immer Lebewohl gesagt unsere Straße führt zurück wir kommen wieder Kameraden, unverzagt! Dieses Lied entstand 1934 in der Emigration in Prag. Wir entnahmen es dem Buch „Lieder gegen den Tritt“, herausgegeben von Annemarie Stern, auch die spärlichen Informationen stammen aus derselben Quelle, und führten es auf mehr ...

Down where the Würzburger flows

Now Poets may sing of the dear fatherland and the soft flowing dreamy old rhine beside the blue danube in fancy the stand and they rave of it’s beauties divine But there ist a spot where the sun never shines where mirth and good fellowship reign for dear old bohemia my lonely heart pines and I long to be there once again Take me down, down down where the würzburger flows, flows, flows It will drown, drown; drown all your troubles and tears and vows Just order two seidels of lager or three if I don’t want to drink it mehr ...

Hier am Mississippi

Brüder, laßt uns froh jetzt das Glas erheben, denn wir können frei nur im Ausland leben: Können ohne Paß überall spazieren, ohne Polizei, täglich kommersieren. Hier am Mississippi Freies Denken gilt so wie freies Sprechen nirgend, nirgend hier für ein Staatsverbrechen. Hier macht kein Gendarm jemals uns Bedrängnis, und kein Bettelvogt führt uns ins Gefängnis. Hier am Mississippi. Adel, Ordenskram, Titl, Rang und Stände und solch dummes Zeug hat allhie ein Ende. Hier darf nie ein Pfaff mit der Höll uns plagen, nie ein Jesuit uns die Ruh verjagen Hier am Mississippi. Früher lebten wir gleichsam nur zur Strafe, und mehr ...

Havre ist ein schönes Städtchen

Havre ist ein schönes Städtchen, so es an dem Meere liegt. Drin verspricht man uns viel Schönes, aber Halten tut man’s nicht. Und ein Schiff, das heißt „La France“, führt uns nach Amerika. Drinnen gibt es schlechtes Fressen und eine Schweinerei ist da. Wer viel frißt, der muß viel kotzen, kotzt bei Tage und bei Nacht. Drum sind all schon unsere Kammern nun zum Schweinestall gemacht. Morgens gibt es braune Brühe die zum Spott man Kaffee heißt, Mittags Fleisch so zäh wie Leder, daß man sich die Zähn ausbeißt. Auch der Wein ist wenig nütze, Bette, die sind ziemlich hart. mehr ...

Hört mir zu ihr deutschen Brüder

Hört mir zu, ihr deutschen Brüder, Was in Bremen ist gesehen, Die von unsern Landeskindern Nach Amerika wolln ziehn Sie verließen ja ihr Heimatland, sie dachten nach Amerika, Aber welche Büß‘ sie fanden . War nicht auszugründen da. Als wir nun nach Bremen kamen, Hörten wir das Klagen schon, Greise, Väter, Weib und Kinder schrieen: Heiliger Gottessohn. Laß uns ja doch nicht verderben, Hilf uns frei aus dieser Noth Schenke uns das ew’ge Leben, Gieb uns guter Kinder Brot! Am sechsten März um halber zwölfe Ward die Reis‘ uns angesagt, Wem’s an hundertzwanzig Gulden fehlet, Wird als Sklave hier betrachtet. mehr ...

In dem Tal der Guadelupe

In dem Tal der Guadelupe Wohnt kein Fürst, kein Edelmann, Kennt man keine Fronarbeiten, Zehnten und Gerechtigkeiten, Kein Regal und keinen Bann. In dem Tal der Guadelupe Gibt es keinen Herrn und Knecht: Niemand wird der Willkür Beute, Alle sind wir freie Leute, Haben ein Gesetz, ein Recht. In dem Tal der Guadelupe Fragt mich nie ein Polizist, Was ich denke, was ich schreibe, Ob ich dies, ob jenes treibe, Ob ich bin eine guter Christ. In dem Tal der Guadelupe Stört mich kein‘ Erinnerung An die Ritter, an die Knappen, Hexen, Folter, Helm und Wappen, Hier ist alles neu mehr ...

Hallelujah Hallelujah

Hallelujah, hallelujah wir wandern nach Amerika was nehmen wir mit ins neue Vaterland, wohl allerlei, wohl allerhand: Viele Bundestagesprotokolle, manch Budget und manche Steuerrolle eine ganze Ladung von Schablonen zu Regierungsproklamationen weil es in der neuen Welt, sonst dem Deutschen nicht gefällt Hallelujah, hallelujah wir wandern nach Amerika was nehmen wir mit ins neue Vaterland, wohl allerlei, wohl allerhand: Korporal- und andere schöne Stöcke, hunderttausend Schock Bedientenröcke Nationalkonkarden, bunte Kappen, 700 Knöpfe mit Wappen weil es in der neuen Welt, sonst dem Deutschen nicht gefällt Hallelujah, hallelujah wir wandern nach Amerika was nehmen wir mit ins neue Vaterland, wohl allerlei, mehr ...

Raus raus raus und raus

Raus, raus, raus und raus, Aus Deutschland muß ich raus: Ich schlag mir Deutschland aus dem Sinn Und wand’re jetzt nach Texas hin. Mein Glück will ich probieren, Marschieren. Er, er, er und er Herr König, leb‘ er wohl! Ich brauch‘ ihn weiter nicht forthin, Weil ich nun selbst ein König bin. Mein Glück will ich probieren, Marschieren. Sie, sie, sie und sie, Frau Polizei, leb‘ sie wohl! Gott geb‘ ihr einen besser’n Mann, Der sie mal recht pisacken kann. Mein Glück will ich probieren, Marschieren. Du, du, du und du, Herr Bettelvogt, lebe wohl! Du darfst aufs Fechten nicht mehr ...

Hungerlied

Verehrter Herr und König, Weißt du die schlimme Geschicht? Am Montag aßen wir wenig, Und am Dienstag aßen wir nicht. Und am Mittwoch mussten wird darben, Und am Donnerstag litten wir Not Und ach, am Freitag starben Wir fast den Hungertod Drum lass am Samstag backen Das Brot fein säuberlich Sonst werden wir sonntags packen Und fressen , o König, dich!

Meinen Tabak bau ich mir

Meinen Tabak bau ich mir, der wächst auf meinem Land Steuern zahlen tut keiner hier, rauch Du doch Stuyvesant Wenn es mir an Fleisch gebricht, schieß ich mir ein Rotwild alles fehlet oftmals Dir, was Dir die Hungersnot stillt Ha, ha, Ha – alte Welt magst zahlen, beten, hungern und nach Fürsten Gnad und Gunst das ganze Leben lungern Stets ergiebig ist mein Mais, und er gedeiht gar Wacker dein Erdäpfel faulen Dir, noch eh sie sind im Acker Meinen Braten brat ich mir, im eigenen Haus am Feuer dir sind Holz und Fleisch und Salz, alles viel zu teuer mehr ...

Ihr Freunde wer will sich noch quälen

Ihr Freunde, wer will sich noch quälen? Denn in Amerika ist’s gut! 0 laßt den Wanderstab uns wählen, Ziehen fort mit heiterm Mut Man hat ja nichts als Leid und Schmerz, Dort aber jubelt jedes Herz Und freudig tönet ein Hurrah Durch’s schöne Land Amerika! Dort schlagen nicht so kalt die Herzen, Amerika, Du schönes Land! Dort sind so ängstlich nicht die Schmerzen, Trauter ist das Freundschaftsband Dort ist der Wucher nicht zu Haus, Von Sorgen nicht die Stirne kraus; Ich ziehe fort, bald bin ich da, Im schönen Land Amerika! Mein Liebchen packe deine Sachen Mit einem freudigen Juchhe, mehr ...

Beamtenwillkür treibt mich fort

Leb wohl, du teures Land, das mich geboren, Beamtenwillkür treibt mich fort von hier. Ich hab Amerika mir auserkoren. Dort scheint allein der Freiheit Sonne mir. Dort drücken mich nicht der Tyrannen Ketten, dort schätzt man erst des Lebens hohen Wert, und wer sich will aus Sklaverei erretten, der folge mir, dort wird er erst geehrt Dort kennt man nicht die stolzen Fürstenknechte, verprassend nur des Landmanns sauren Schweiß, dort freut der Mensch sich seiner Menschenrechte, er erntet auch die Frucht von seinem Fleiß. Es quälen ihn nicht jene Müßiggänger, durch Fürstengunst betitelt und besternt. Das Sklavenwort ‚Euer Gnaden‘ und mehr ...

Ein neues Auswandererlied

Hört Ihr Leute, kommt herbei und höret nun die Mär von der neuen Welt, die man gefunden überm Wolkenmeer Es fuhr die Fähre Challenger mit Computer und Radar Gloria, Victoria! Plötzlich war sie da! Ein Mann, der sich Kolumbus nannt fand einst Amerika nun gibt es wieder neues Land und Träume werden wahr! Da gibt es Schnee, so weiß wie Schnee und Klee so grün wie Klee überhaupt kein PCB da ist die Zukunft noch OK! Frisch gebratene Tauben fliegen euch gleich in den Mund Kaviar, Champagner! Der Bauch wird kugelrund! Das Leben ist eine Schau! Ohne Steuern, ohne Stau! mehr ...

Lime-Rock (Texaspolka)

Limerock – eine Texas-Polka . Instrumental

Seattle-Mazurka / Frühling im Upper Barg

Seattle-Mazurka / Frühling im Upper Barg – Instrumental

Land in Sicht

Land in Sicht – Überfahrt nach Amerika auf die Melodie von „King of The Fairies“
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